Einer der einflussreichen Ayatollahs, hat sich diese Woche ausdrücklich gegen einen Krieg mit Israel ausgesprochen und vor der kriegstreiberischen Rethorik des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad gewarnt.Ayatollah Yousef Sanei ist dem Reformlager der iranischen Regierung zuzuordnen, die zu den maßgebenden Kräften der Auslegung von islamischem Recht gehören.

Mehrere Zeitungen berichteten, dass Sanei bei einer Rede anlässlich des Eid-Al-Fitr Festes am Ende des Ramadan, sich gegen einen Krieg mit Israel aussprach und die Reden bezüglich dessen von Seiten der iranischen Regiereung kritisierte. Ein Krieg würde den Iran in der jetzigen Situation immensen Schaden zufügen. Der Iran wurde aufgrund seines Atomprogramms mit Sanktionen belegt, die die Wirtschaft des Landes deutlich beeinflussen, die Regierung bisher jedoch nicht zur einer Kursänderung bewegen konnten.

Gleichzeitig warnte er auch Israel davor den Iran in jeglicher Form anzugreifen. Ein Angriff würde eine Zerstörung Israels zur Folge haben. Sanei sprach sich für die universellen Menschenrecht aus, betonte jedoch gleichzeitig, dass diese nicht für Israel gelten würden und der Iran, bei einem Angriff von Israel, zurückschlagen würde, ohne Rücksichtnahme auf Menschenleben. Der Ayatollah forderte die Iraner auf Israel durch andere Mittel zu zerstören. Man solle Briefe schreiben, zu G'tt beten damit er das Land zerstöre und allgemein ein rechtschaffendes Leben als Moslem führen.

Saneis Kommentare folgten nach einer Welle von besonder aggressiven Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, in denen er zur Ausslöschung Israels aufrief und das Land als Tumor bezeichnete. Auch der Großayatollah Chamenei rief zur Zerstörung des Staates Israels auf. Die Kommentare der iranischen Regierung wurden während des “al-Quds-Tag” gemacht. Einem Feiertag im Iran, an dem jedes Jahr besonders aggressiver anti-jüdische und anti-israel Propaganda betrieben wird.